Reaktionen auf den Stiftung Warentest & ADAC eBike Test 2016




Prophete eBikes im Vergleich

Viel Freude, manches Leid. So lässt sich der ADAC und Stiftung Warentest eBike Test 2016 zusammenfassen. Mit stolz geschwelter Brust ist heute ganz sicher Flyer und Decathlon unterwegs und das zu Recht.

Prophete dagegen hat mit seinem ALDI eBike 2016 ein mangelhaft kassiert. Wir haben bei dem Hersteller nachgefragt und eine erste Reaktion und Stellungnahme erhalten. Da die Testergebnisse noch ganz frisch sind, konnte auch noch nicht alles durch Prophete geklärt werden. Um einen ersten Überblick zu erhalten ist die erste Reaktion jedoch gut geeignet.

Hier der Überblick über die Kritikpunkte des ADAC und die entsprechenden Stellungnahmen durch Prophete. 

  1. Reichweite beträgt nur 47 Kilometer
    Das sagt der Hersteller:
    „Durschnittlich erreichen die E-Bikes, die erst ab 1.800€ VK-Preis starten und eine höhere Kapazität von mindestens 400Wh haben nur 13Km mehr (60km). Des Weiteren verfügen die hochpreisigen E-Bikes über einen Reichweite optimierenden Drehmomentsensor. Zusätzlich beschreibt die Stiwa, dass in hügeligem Gelände und nur auf höchster und mitttlerer Stufe gefahren wurde. Auch entschärft sie Ihre Aussage auf Seite 80 unter 1)“
  2. Bremskraft beim ALDI Pedelec ist zu niedrig
    Das sagt der Hersteller:
    „Wie beschrieben müssen wir davon ausgehen, dass das Testinstitut, dass für die Stiwa arbeitet entgegen der üblichen Prüfmethodik TÜV und Hansecontrol trotz der hohen KM-Zahl des Tests, die Bremsen nicht nachjustiert, um den natürlichen Abrieb der Bremskörper entgegen zu wirken. Uns liegen wie übermittelt Bremstests seitens hansecotrol im Rahmen der Prüfung „erhöhte Pedelec Sicherheit“ vor, die die einwandfreie Bremsleistung des Rads selbst bei 150 Kg zulässigem Gesamtgewicht bestätigen. Zudem gibt es keinerlei Kundenreklamationen zu diesem Thema.“
  3. Probleme beim Schalten unter Last
    Das sagt der Hersteller:
    „Das unter Vollast am Berg bei einer Nabenschaltung nicht ohne eine kurze Lastunterbrechung geschaltet werden, ist physikalisch bedingt und vom Hersteller Shimano aus Komfort und Abnutzungsgründen auch so gewollt. Jedoch werden wir den Nachlauf des Motors versuchen zu optimieren, um eine frühere Lastunterbrechung zu erzielen.“
  4. Bruch der Sattelklemme
    Das sagt der Hersteller:
    „Uns liegt aus der Prüfung „erhöhte Pedelec Sicherheit“ sowie aus Kundenrückmeldungen keinerlei Auffälligkeit vor“
  5. Antrieb setzt verzögert ein und hat Nachlauf
    Das sagt der Hersteller:
    „Da wir mit einem Geschwindigkeitssensor arbeiten, gibt es im Verhältnis zu hochpreisigen Modellen eine leichte Verzögerung. Nachlauf siehe Punkt Schalten unter Last.“
  6. Motor durchzugsschwach, wenn Akku bald leer
    Statement Hersteller:
    „Bislang noch nicht nachvollziehbar“
  7. Ständer kommt beim Rückwärtsschieben an Pedale
    Statement Hersteller:
    „Dies ist bauartbedingt. Einerseits lobt uns die Stiwa für die Verbaumöglichkeit eines Zweibeinständers in der Mitte des Rades und fordert im gleichen Atemzug einen Hinterbauständer, der nicht an die beim rückwärtsfahren zurück rotierenden Pedalarme stößt.“
  8. Die Ladezeit des Akkus ist zu lang
    Statement Hersteller:
    „Um höchste Anforderungen insbesondere der elektrischen Sicherheit und der elektromagnetischen Verträglichkeit zu erfüllen, haben wir bislang aus Vorsicht auf höhere Ladestromstärken verzichtet“
  9. Reichweitenanzeige zu ungenau
    Statement Hersteller:
    „Unsere Reichweitenanzeige hat eine Balkendarstellung des Akkus und ist bislang als gut befunden worden.“
  10. geringe Gepäckträgerzuladung von 18Kg
    Statement Hersteller:
    „bislang noch nicht nachvollziehbar“

Prophete hat zusätzlich einige Punkte herausgearbeitet, die beim Test in ihrem Augen nicht im ausreichenden Maße gewürdigt wurden:

  • Fahrverhalten und Handhabung wurden mit „gut“ bewertet. Der Antrieb mit „befriedigend“
  • Unser Rad verfügt ebenso wie der Testsieger über ein Rahmenschloss, dass dort gelobt wurde und bei uns nicht.
  • Unser Rad verfügt über ein deutlich höheres zulässiges Gesamtgewicht als die meisten teuren Fachhandelsmodelle und übertrifft sogar das des Testsiegers Flyer
  • Unser Rad ist mit Abstand am günstigsten
  • keine Brüche an Gepäckträger, Sattelstütze oder sicherheitsrelevanten Teilen wie Gabel, Rahmen und Lenker
  • kein flatterndes Fahrverhalten
  • hohe Zuladung

Auch eBike-Forum.eu war vom Prophete ALDI eBike 2016 sehr angetan. Sowohl das Preis-/Leistungsverhältnis, als auch die Qualität des eBikes hatten uns überzeugt. Wenn Sie das Prophete eBike haben, würden wir uns über einen Kommentar von Ihnen freuen. TOP oder FLOP – wie ist Ihre persönliche Erfahrung mit dem ALDI Pedelec von Prophete 2016? Hinterlassen Sie uns einen Kommentar.

 

Bildquellen

  • Prophete eBikes: Hersteller

Auch spannend!



5 Kommentare

  1. Nach 38 Monaten ist bei meinem E-Bike vom Aldi der Motor kaputt, die Laufleistung Betrug 1900 km. Es handelt sich um das E-Bike Alu-CITY-Elektrofahrad 28. Leider ist die Garantie ab gelaufen, mich würde interessieren ob jemand auch dieses Problem hatte. H-G.K

  2. Ich habe das Aldi-Rad 2016 von Prophete und sehe jetzt den Hersteller in der Pflicht, wenigstens die sicherheitsrelevanten Mängel zu beseitigen: also Austausch der gefährdeten Sattelklemmung und des inadäquaten Bremssystems (evtl. ist ein Hydrauliksystem angezeigt). Auch würde ich erwarten, um das Vertrauen nicht völlig zu verspielen, dass Prophete kostenlose Inspektionen nach 1 u 2 Jahren anbietet.
    Autohersteller müssen seit Jahrzehnten mit teuren Rückrufaktionen für die Konstruktionsmängel geradestehen, warum nicht auch bei Pedelecs?

  3. Ich bin Fahrradhändler und verkaufe eine ganze Menge eBikes. Ein paar Tausend werden es mittlerweile sicher gewesen sein. Es gibt bei den Fahrrädern natürlich immer mal wieder Probleme, aber dabei geht es eher um Probleme mit dem Motor oder dem Akku.
    Das Problem, was die Stiftung Warentest und der ADAC bei den eBikes entdeckt haben will – die gebrochenen Sattelhalterungen – gab es bei uns einfach noch nie. Mir ist wirklich nicht klar, wie so etwas passieren soll, wenn man ein Fahrrad normal nutzt. Selbst bei einer gewissen Überladung, wie es in dem Test der Fall war, passiert so etwas in unserer Praxis und nach unserer Erfahrung nicht.
    Der ADAC und die Stiftung Warentest sollten wirklich mit transparenten Kriterien arbeiten und Dinge prüfen, die auch in der Praxis zu Problemen und evtl. sogar Unfällen führen. So geht mit diesen Tests wieder ein Schock durch die Fahrradwelt, aber letztenendes kann keiner wirklich etwas dagegen tun und sich verbessern. Wenn Probleme aufgezeigt werden, die keine sind, macht das ganze Testverfahren wenig sinn.

  4. Ich fahre seit gut 4 Jahren das Prophete-e-Bike
    (jetzt 6.3) zur vollsten Zufriedenheit. Trotz großer
    Zuladung kein Flattern und immer gute Bremswirkung.
    Ich habe schon teuere E-Bikes ausprobiert und bin
    immer wieder zurück zu Prophete. Gutes Preis-Leistungsverhältnis.

  5. Also ich hatte mir ein „Bergsteiger 6.9“ über Lidl gekauft.Die Hinterradaufhängung war nach ca. 150 km hin. Das Hinterrad ist einmal unten am Hauptrahmen befestigt und oben (unter dem Sattel) mit einer Dreieckaufhänung (schwarz) am Hauptrahmen mit einem Dämpfer befestigt. Die Befestigung ist immer mit Schraubbolzen versehen. Die Durchführung der Bolzen geht durch das Aluminium des Rahmen. Da die Aufhängung beweglich ist und das Aluminium weich ist, reiben sich die Stahlbolzen in kurzer Zeit an den Alu-buchsen durch. Es wurde nach meinem Empfinden eine Stahlbuchse als Gegenstück für die Bolzen vergessen einzuarbeiten.
    Die Firma Prophete konnte das Rad nicht reparieren und ich habe nach hin und her nach 5 Wochen mein Geld von Lidl wieder bekommen.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*